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Gemeinhin wird immer wieder das enorme Potenzial beschworen, das sich dem Einkauf durch die gezielte Nutzung von Business Intelligence erschließt, vernünftige Stammdaten als Grundlage vorausgesetzt. Wir können diese These durch unsere tagtägliche Praxis mit zahllosen Einkaufsprojekten unterschiedlichster Unternehmen nur bestätigen. Zugleich zeigen sich die neuen Werkzeuge des Einkaufs aber durchaus auch janusköpfig und hier wird die Geschichte spannend: Denn nur wer Transparenz wirklich will und die Wahrheit auch aushält, ist mit der Nutzung von Business Intelligence im Einkauf auf dem richtigen Weg. Wir haben schon mehr als einmal erfahren, dass Einkaufsorganisationen Transparenz immer nur dann wollen, wenn sie sich selbst als Treiber von Veränderungen verstehen. Für die beharrlichen Status Quo Bewahrer ist BI etwas Schreckliches, weil sie das Hemd hebt, das die Probleme im Management der externen Wertschöpfung, bislang gnädig bedeckte. Aber genau dieser Mut macht den modernen Einkauf aus! Wenn nämlich transparent wird, dass gleichartige oder gar identische Artikel und Leistungen im gleichen Unternehmen zu unterschiedlichen Preisen eingekauft werden, wenn Maverick Buying die Materialgruppenstrategien unterminiert, wenn die Leistungen bei bekanntermaßen zu teuren oder nicht performanten Lieferanten abgerufen werden etc., dann muss ein Einkauf ins Handeln kommen, wenn er seiner Verantwortung für das Gesamtunternehmen gerecht werden will. Hat er die Fähigkeit zum Gestalten aber noch nicht entwickelt, weil er bisher nur das Bestellbüro für die Bedarfsträger war, das betrifft insbesondere häufig die Indirects, dann wird er den Nebel der Intransparenz noch eine Weile schützend zu schätzen wissen. Umgekehrt bedeutet das: Business Intelligence ist nichts für Weicheier, sondern das Tool für die Macher und Gestalter im Einkauf. Der Nutzungsgrad von Business Intelligence Werkzeugen ist tatsächlich ein guter Gradmesser für den Reifegrad einer Einkaufsorganisation und für ihren Stellenwert und Durchsetzungsgrad im Unternehmen. Tasten Sie noch im Nebel oder gestalten Sie schon? – Nur Mut!